Gentrifizierung / Gentrification in Wilhelmsburg. Stadtteilrundgang - Spurensuche Hamburg
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Gentrifizierung / Gentrification in Wilhelmsburg. Stadtteilrundgang

Hamburg will wachsen. Die im Jahr 2013 stattgefundene Internationale Bauausstellung – die IBA – und der mit ihr verbundene »Sprung über die Elbe«, auch die am gleichen Ort und zur gleichen Zeit stattgefundene Internationale Gartenschau Hamburg, sollten diesen Prozess dynamisieren.

»Entwürfe für die Zukunft der Metropole«, das Modell einer »europäischen Metropole im 21. Jahrhundert« sollten so sichtbar werden. Gezeigt werden sollte, »wie die Metropole von morgen auf die Herausforderungen von Globalisierung, Polarisierung und Klimawandel reagieren kann«. Der lange Zeit vernachlässigte Stadtteil Wilhelmsburg, eingeschlossen von Norder- und Süderelbe, die größte Flussinsel Europas, standen dabei im Mittelpunkt.

Sie wünschen einen Rundgang zum Thema Gentrifizierung – aber nicht für Wilhelmsburg, sondern für St. Pauli oder für das Schanzenviertel? Auch wenn wir dafür auf dieser Webseite noch keine Detailbeschreibung angelegt haben, können wir Ihnen auch für diese Stadtteile solche Rundgänge zu diesem Thema anbieten. Für Schulklassen gibt es dafür Sonderpreise.

Doch die Bilanz von IBA, IGS und dieses Aufwertungsprozesses für Hamburgs größten Stadtteil hat verschiedene Seiten. in Wilhelmsburg sehen viele der Bewohnerinnen und Bewohner die Ergebnisse durchaus kritisch: Eine von außen geplante und verursachte Umgestaltung angestammter Milieus führe auch zu Verdrängungsprozessen (Gentrifizierung). In der Tat: im alten Reiherstieg-Viertel, das im Westen der Insel liegt, steigen schon jetzt die Mieten. Viele Wohnungen werden in Eigentumswohnungen umgewandelt. Alte Kultur-Räume für neue Nutzerinnen und Nutzer umgedeutet.

Mit diesem Rundgang, der sich gezielt mit den Veränderungsprozessen auf der Elbinsel beschäftigt, wollen wir uns dazu ein eigenes Bild verschaffen. Er ergänzt deshalb unsere bisherigen Touren auf der Elbinsel und schafft für deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Gelegenheit, nun die Ergebnisse dieses 2007 gestarteten Prozesses zu betrachten.

Das beginnt schon bei der Anfahrt. Unsere bisherigen Wilhelmsburg Rundgänge starteten und starten auf der Veddel oder an der S-Bahn-Haltestelle Wilhelmsburg. Diese neue Tour könnte an den Landungsbrücken beginnen, von wo aus wir mit einem Schiff einer neuen Fährlinie der HADAG die Elbinsel ansteuern. So geht es zunächst durch den Reiherstieg, vorbei an alten Werften, bevor wir dann das Reiherstieg-Viertel erreichen, das ab 1888 mit der Gründung des Freihafens als Wohngebiet entstand. Und dieses alte schöne Viertel, mit seinen Stuck-verzierten Häusern, wir erreichen es nun über den Spreehafen, der uns bisher durch die großen Absperrungen zum Freihafen verborgen blieb.

Im Reiherstieg-Viertel sehen wir deutliche Veränderungen. Die Struktur der Bewohnerinnen und Bewohner beginnt sich zu verändern. Die Mieten in den schönen Altbauwohnungen steigen. Aber auch neue Gebäude, wie das Wohnprojekt »Open House«, oder das »Veringeck«, neue betreute Altenwohnungen für türkische Senioren (inkl. einem türkischen Dampfbad und einem neuen Cafe), sind entstanden.

Dann geht es zum alten Flakbunker, der nun zum Energiebunker wurde. In 30 Meter Höhe genießen wir hier einen herrlichen Blick auf die ganze Insel und große Teile von Hamburg. Wir durchstreifen dann das »Weltquartier«, wo ebenfalls zahlreiche neue Wohngebäude entstanden sind. Mit höherem Wohnkomfort – aber auch mit höheren Mieten oder als Eigentumswohnungen.

Unser Rundgang unterscheidet sich von denen anderer Anbieter: In Begleitung eines »Wilhelmsburger Ureinwohners« sollen die Veränderungsprozesse nicht einseitig betrachtet werden. Wir sehen und betonen die Vorteile genauso wie die Schattenseiten dieses Prozesses. Wir diskutieren die Entwicklungen: die schönen Seiten, wie
aber auch die zweifelsohne gegebenen Verdrängungsprozesse. Und auch das Lachen soll bei unseren Rundgängen nicht zu kurz kommen.

Abschließend geht es dann noch in die »Neue Mitte«, wo sich die zentralen Ausstellungsgelände der IBA und auch der Internationalen Gartenschau IGS Hamburg 2013 befanden. Aus einem alten Wasserwerk wurde ein interessantes und schönes neues Lokal. Aus dem alten Friedhof eine Parkanlage. Die Gestaltung dieser Fläche überzeugt viele der Bewohnerinnen und Bewohner keinesfalls. Es gäbe zu viel Beton. Andere beklagen, dass ein Teil der neuen Häuser, und damit auch der neue Inselpark nunmehr von hohen Zäunen umgeben sind.

Auf der anderen Seite sehen wir den jetzt fertigen Neubau der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Ein interessantes Gebäude.

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Alles auf einen Blick
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Kategorie: Stadtrundgänge in Hamburg