Gruppen-Tour anfragen
»Entwürfe für die Zukunft der Metropole«, das Modell einer »europäischen Metropole im 21. Jahrhundert« sollten so sichtbar werden. Gezeigt werden sollte, »wie die Metropole von morgen auf die Herausforderungen von Globalisierung, Polarisierung und Klimawandel reagieren kann«. Der lange Zeit vernachlässigte Stadtteil Wilhelmsburg, eingeschlossen von Norder- und Süderelbe, die größte Flussinsel Europas, standen deshalb im Mittelpunkt.
Die Bilanz der Aufwertung ist widersprüchlich
Doch die Bilanz von IBA, IGS und dieses Aufwertungsprozesses für Hamburgs größten Stadtteil hat verschiedene Seiten. In Wilhelmsburg sehen viele der alteingessenen Bewohnerinnen und Bewohner die Ergebnisse kritisch: Die Umgestaltung alter Milieus hat zu Verdrängungsprozessen beigetragen. In der Tat: im alten Reiherstieg-Viertel, das im Westen der Insel liegt, stiegen die Mieten beträchtlich. Viele Wohnungen wurden außerdem in Eigentumswohnungen umgewandelt. Alte Kultur-Räume für neue Nutzerinnen und Nutzer erschlossen. Das belebt andererseits den Stadtteil in dem es auch viel Armut gab. Ein widersprüchlicher Prozess.
Mit diesem Rundgang zur Gentrifizierung in Wilhelmsburg, der sich gezielt mit den Veränderungsprozessen auf der Elbinsel beschäftigt, wollen wir uns dazu ein eigenes Bild verschaffen. Er ergänzt deshalb unsere bisherigen Touren auf der Elbinsel und schafft für deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Gelegenheit, sich mit den bisherigen Ergebnisse dieses 2007 gestarteten Prozesses vertraut zu machen.
Das beginnt schon bei der Anfahrt. Unsere bisherigen Wilhelmsburg Rundgänge starteten und starten auf der Veddel oder an der S-Bahn-Haltestelle Wilhelmsburg. Diese Tour könnte nun außerdem auch an den Landungsbrücken beginnen, von wo aus wir mit einem Schiff der HADAG-Fährlinie die Elbinsel ansteuern. So geht es zunächst durch den Reiherstieg, vorbei an alten Werften, bevor wir dann das Reiherstieg-Viertel erreichen, das ab 1888 mit der Gründung des Freihafens als Wohngebiet entstand. Und dieses alte schöne Viertel, mit seinen Stuck-verzierten Häusern, wir erreichen es nun über den Spreehafen, der bis 2013 durch die großen Absperrungen zum Freihafen auch den Elbinsel-Bewohnern verborgen blieb.
Im Reiherstieg-Viertel hinterließ die Aufwertung deutliche Spuren

Dann geht es zum alten Flakbunker, der nun zum Energiebunker wurde. In 30 Meter Höhe genießen wir hier einen herrlichen Blick auf die ganze Insel und große Teile von Hamburg. Wir durchstreifen dann das »Weltquartier«, wo ebenfalls zahlreiche neue Wohngebäude entstanden sind. Mit höherem Wohnkomfort.
Unser Rundgang unterscheidet sich von denen anderer Anbieter: In Begleitung eines »Wilhelmsburger Ureinwohners« sollen diese Veränderungsprozesse nicht einseitig betrachtet werden. Betont werden sollen die Vorteile genauso wie die Schattenseiten dieses Prozesses. Wir diskutieren die Entwicklungen: die schönen Seiten, wie aber auch die zweifelsohne gegebenen Verdrängungsprozesse. Und auch das Lachen soll bei unseren Rundgängen nicht zu kurz kommen.
Abschließend geht es dann noch in die »Neue Mitte«, wo sich die zentralen Ausstellungsgelände der IBA und auch der Internationalen Gartenschau IGS Hamburg 2013 befanden. Aus einem alten Wasserwerk wurde ein interessantes und schönes neues Lokal. Aus dem alten Friedhof eine Parkanlage.
Auf der anderen Seite bestaunen wir das imposante Gebäude der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Ein auch architektonisch interessantes Gebäude.
Gentrifizierung in Wilhelmsburg: Gruppentouren
Diesen Rundgang bieten wir in dieser Saison für Gruppen an. Gern organisieren wir für ihre Gruppe eine Tour. Nur Sie legen dann Termin und Uhrzeit Ihres Rundgangs fest. Nachfolgend können Sie mit dem Button »GRUPPENBUCHUNG« etwas zu den Gruppenpreisen für diese Tour erfahren.
Wenn Sie es möchten können Sie uns über dieses Button auch ein Angebot für Ihre Gruppe abfordern. Oder eine solche Tour für Ihre Gruppe auch gleich buchen.
Weitere Wilhelmsburg Stadtrundgänge
Unterschiedliche Stadtrundgänge, auch Radtouren, die wir für die Elbinsel anbieten, finden Sie über den folgenden Button:
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