
Gleich zu Beginn unseres Rundgangs »beamen« wir uns in das Jahr 1329 zurück. Damals kämpfte Hamburg noch um seine Freiheit! Eine fremde Stadt. Doch zum Glück haben wir eine Stadtkarte aus dieser Zeit dabei. So erkennen wir schnell, dass wir uns zu Beginn unseres Rundgangs in der »Steenstrate« befinden. Wir sind im »St. Jacobi Kirchspiel«, einem Armutsbezirk, in dem viele »Beisassen« wohnen. Zugewanderte, die sich in der 5.000-Einwohner-Stadt Arbeitsmöglichkeiten erhoffen. Ihren adeligen Herren auf dem Lande sind die armen Teufel davon gelaufen …
Von St. Jacobi ist es nicht weit bis zu Sankt Maria, einem großen mächtigen Dom, der überall zu sehen ist. Hinter ihm liegt an der »Reykenstrate« der »Olde Market«, wo es schönen heißen Würzwein gibt und es außerdem nach Bier riecht. Fast 400 Brauerei-Betriebe sind allein in diesem Stadtviertel anzutreffen. Kein Wunder, denn das Hamburger Bier »macht unfruchtbare Weiber wieder fruchtbar, gibt dunklen Gesichtern eine rötliche Farbe«, wie selbst ein schwedischer Bischof anerkennend vermerkte …
Die Rolandstatue symbolisiert unsere Freiheit
Dann geht es weiter zur Rolandstatue. Sie ist das Symbol für unsere Freiheit. Die Freiheit vom Adel. Die Freiheit gute Geschäfte zu machen. Juristisch betrachtet unterstehen die Hamburgerinnen und Hamburger zwar den Schauenburger Grafen – aber was soll’s? Denn für was sind diese Adeligen denn nützlich? Einem ehrbaren Hamburger Kaufmann können die doch das Wasser nicht reichen. Die Rolandstatue stört sie. Selbst ne Beschwerde vom Kaiserhof ging gerade ein. Aber was juckt das die Kaufleute? Finanziell haben ssie diese Herren längst in der Tasche. Durch gute Geschäfte!
Kurz darauf sind wir dann am »Olde Radhus«. Da wird gerade ein Rezess durch Bürgermeister Kersten Miles verlesen. In einer kleinen Zeitreise weitere 100 Jahre vorwärts treffen wir schließlich Simon von Utrecht. Der ist zwar nur ein Holländer, aber das Bürgerrecht wurde ihm trotzdem verliehen. Immerhin hat er in einem Feldzug gerade Klaus Störtebecker besiegt … diesen ‚Likedeeler‘, der die Schiffe reicher Kaufleute kaperte, um seineBeute an die Armen zu verteilen. Dafür wird er nun einen Kopf kürzer gemacht!
***
Hamburg kämpfte damals noch um seine Freiheit. Wie das geschah, das ist Thema dieses Rundgangs. Eine besondere Stadtführung, die auch die Hamburger Tradition des Bierbrauens behandelt. Denn damals war Bier das Hauptexportgut der Hansestadt … Aber auch sonst erfahren Sie allerhand Interessantes: Wie war die Rolle der Frau im damaligen Hamburg? Gab es damals schon Tourismus? Warum wurde die Alster aufgestaut? Gab es schon eine Bürgerschaft oder wie wurde der allmächtige Rat der Stadt bestellt?
Besondere Hinweise für diese Tour
Da es aus dieser alten Zeit keine Gebäude mehr gibt (mit Ausnahme des archäologisch freigelegten Fundaments des ehemaligen Bischofturms), lebt diese besondere Stadtführung durch die Erzählungen des Stadtführers, der während des Rundgangs in die Rolle eines Ratsherren schlüpft. An Hand einer alten Karte, die jede/r Teilnehmende erhält, ist die Struktur der Stadt, deren räumliche Bezüge wesentlich noch bis heute erhalten geblieben sind, deutlich zu erkennen. Bestimmte Symbole, die an verschiedenen Gebäuden zu erkennen sind, auch der Verlauf bestimmter Straßenzüge, dienen als Haltepunkte, um den Erzählungen des Stadtführers einen Bezug zu geben.
Weitere besondere Themen-Touren finden Sie hier:
Weitere besondere Themen-Touren
Öffentliche Stadtführung: Hamburg im Mittelalter
Fr., 18.09.2026 – 17:00 Uhr
Treffpunkt: St. Jacobi Kirche, Jakobikirchhof, am Kirchenkaffee.
Dauer: 2 Stunden.
Preis: 18 €
Die besondere Stadtführung privat und exklusiv für Gruppen
Gern organisieren wir für Sie Gruppentouren. Nur Sie legen dann Termin und Uhrzeit Ihres Rundgangs fest. Das geht auch schon für kleine Gruppen!
Nachfolgend können Sie mit dem Button »GRUPPENBUCHUNG« etwas zu den Preisen für diese Tour erfahren. Wenn Sie es möchten können Sie uns über dieses Button auch ein Angebot für Ihre Gruppe abfordern. Oder eine solche Tour für Ihre Gruppe auch gleich buchen.

