
Als Arbeiterwohngebiet war Wilhelmsburg lange Zeit mit den Entwicklungen im Hafen verbunden. Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich hier Zuwanderer aus Polen und den so genannten Ostgebieten nieder. Der Hafen versprach Arbeit und damit Brot. „Klein-Warschau“ wurde der Stadtteil damals von vielen genannt. Ihnen folgten ab Mitte der 1960er Jahre Einwanderer aus Spanien und Portugal, aus Italien und Griechenland, und dann vor allem aus der Türkei.
Geprägt durch Menschen aus unterschiedlichen Nationen, die hier ein neues Zuhause fanden, sind zugleich die sozialen Probleme auf der Insel lange Zeit besonders markant gewesen. Einer der Gründe: Während im Hafen über viele Jahrzehnte immer wieder neue Arbeitsplätze entstanden, aber auch in den zahlreichen Werftbetrieben, die es früher am Reiherstieg gab, so sind diese inzwischen durch Modernisierungsprozesse oder auch durch das Werftensterben vielfach auch verloren gegangen … Hohe Erwerbslosenzahlen waren daher vor allem seit den 1980er Jahren prägend.
Unsere Stadtführungen in Wilhelmsburg besprechen diese besondere Geschichte der Insel, aber auch aktuelle Veränderungsprozesse

Doch nicht alles an diesem Aufwertungsprozess fand bei den alten Bewohnerinnen und Bewohnern der Insel Zuspruch. Denn die kulturelle Verdrängung eher ärmerer Bevölkerungsschichten, Fachleute nennen so was ‚Gentrifizierung‘, führte überall zugleich auch zu steigenden Mieten. Auch das soll ein Thema unserer Stadtführungen in Wilhelmsburg sein. Genauso wie auch bei unseren Radtouren oder den Barkassenfahrten rund um die Insel. Letztere bieten wir zwar nicht als öffentliche Touren, wohl aber für Gruppen an.
Mitten im Reiherstieg-Viertel steht ein alter Luftschutzbunker. Inzwischen zum Energiebunker umgebaut, lädt er uns dazu ein aus luftiger Höhe nicht nur die Insel, sondern auch die Gegend nördlich der Elbe mal aus einer ganz neuen Perspektive wahrzunehmen. Doch zugleich erinnert uns der Bunker auch an den zweiten Weltkrieg, an die Nazi-Zeit und an die vielen Zwangsarbeiter, die nicht in Wilhelmsburger Industriebetrieben, sondern auch im Hafen schuften mussten.
Hans Leipelt, ein Wilhelmsburger nach dem im Osten des Stadtteils inzwischen eine Stra0e benannt ist, gehörte indes zu den Mitbegründern des Hamburger Zweigs der ‚Weißen Rose‘. Einer großen Widerstandsgruppe, die vor allem aus Studentinnen und Studenten bestand. Für den Widerstand aus der Arbeiterbewegung steht der Arbeitersportler Rudolf Mokry, nach dem im Westen von Wilhelmsburg, also im Reiherstieg-Viertel, eine Straße benannt ist. Auch das sind sehr interessante Geschichten, die bei unseren Führungen in Wilhelmsburg einen angemessenen Raum einnehmen werden.
Entdecken Sie bei unseren Geführten Radtouren, auch bei unseren Barkassenfahrten zugleich schöne Naturparadiese

Mit all dem werden wir uns bei unseren Rundgängen, Fahrradfahrten und Barkassenfahrten in und um Wilhelmsburg beschäftigten. Jeweils mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Häufig am Ende aber mit der Möglichkeit zur Einkehr in ein schönes Lokal verbunden.
Touren in und um Wilhelmsburg
Näheres zu unseren Wilhelmsburg-Touren finden Sie, wenn Sie auf die folgenden Button klicken:
Große Fahrradtour quer über die Elbinsel Wilhelmsburg
Reiherstieg-Viertel – Geschichte, Gegenwart und Zukunft (Spaziergang)
Rundgang im Wilhelmsburger Osten (Kirchdorf)
Barkassenfahrten rund um die Elbinsel Wilhelmsburg

